Ausbau Leistungs­angebot 2019

Die Fachstelle Gewalt geht neue Wege

Seit mehr als 15 Jahren berät die Fachstelle Gewalt Bern gewaltausübende Personen im Kanton. Neben Spenden und der Unterstützung der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn finanzierten wir unser Angebot bisher mehrheitlich über den Leistungsvertrag mit der Polizei- und Militärdirektion (POM). Dieser hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wir mussten finanzielle Kürzungen und fachliche Einschränkungen akzeptieren, die eine sinnvolle Weiterentwicklung unseres Angebots stark erschweren. Eine gewaltausübende Person gelangt heute aufgrund des Kriteriums Hell- oder Dunkelfeld (aktenkundig oder nicht) entweder zu uns in die Einzelberatung oder zur POM ins Gruppensetting. Aus unserer Sicht muss das wegweisende Kriterium fachlich begründet sein, um das passende Angebot zu gewährleisten und nicht alleine, ob eine Person aktenkundig geworden ist. Unser Ziel ist es und war es immer, dass möglichst viele gewaltausübende Personen durch ein niederschwelliges Angebot den Weg in eine professionelle Gewaltberatung finden. Deshalb haben sich der Vorstand und das Beratungsteam der Fachstelle Gewalt Bern entschieden, auf eine Weiterführung des Leistungsvertrages mit der POM zu verzichten.

Ausbau Leistungsangebot 2019

Ab dem 1. Januar 2019 führen wir unser professionelles Beratungsangebot unabhängig von den kantonalen Subventionsbeiträgen weiter, um gewaltausübenden Personen die bestmögliche Chance auf Hilfe zu bieten. Wir setzen alles daran, unser Angebot im Bereich Prävention und Sensibilisierung weiter auszubauen und werden in Zukunft auch wieder Beratungen im Hellfeld (für aktenkundige Personen) anbieten und durchführen. Bereits heute bieten wir ein breites, niederschwelliges Angebot sowohl für Männer, Frauen und Jugendliche. Unser Beratungsteam hat eine hohe Professionalität auf Grund von gewaltspezifischen Ausbildungen, ist schnell erreichbar und kann über unsere Hotline kurzfristig Termine anbieten. Dafür sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen und arbeiten aktuell mit Hochdruck daran, neue Spenden zu generieren und langfristige Finanzierungsmodelle zu schaffen.